Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.   Erfahren Sie mehr.
Zustimmen
Regine Marxen

Marketing und digitaler Wandel. Warum das Marketing in Zukunft über den Erfolg von Marken entscheiden wird.

Agilität, hohes Tempo, kundenzentriertes Denken und Handeln. Das sind die Herausforderungen im Marketing der Zukunft. Die Verantwortlichen müssen umdenken – und vor allem erkennen: Strategisches Marketing ist für den Erfolg von Marken immens wichtig.

Der digitale Wandel prägt unsere Gesellschaft, auch was Kauf- und Kommunikationsprozesse angeht. Schon jetzt zeigt sich anhand der jungen Generation Z,  jenen digital Natives, die Ende der 90er geboren sind, wie grundlegend sich das Consumer Verhalten ändert. Markentreue gerät angesichts des großen Warenangebots und deren ständiger Verfügbarkeit ins Hintertreffen. Qualität mag ein kaufentscheidendes Argument sein, wesentlich sind aber auch die Faktoren Preis/Leistung, Image und der Markenkern.

Marketing – mehr als Beiwerk, sondern Herz der Marke

Wie generieren Marken neue Kunden – und machen diese zu treuen Fans? Eine gute Kampagne kann ein Mittel sein, um sich auf dem Markt zu positionieren. Aber es handelt sich um Werbung. Die mag manchmal cool sein, erregt Aufmerksamkeit, am Ende aber misstrauen Consumer werbenden Inhalten. Diese Art der Pull-Kommunikation alleine reicht nicht mehr, um Kunden langfristig als solche an eine Marke zu binden. Das Geheimnis ist die Kommunikation. Die Marke muss mit den Kunden sprechen, und jener muss mit Ihr sprechen wollen. Über Social Media, Foren, Messenger. Dort, wo sich Kunden aufhalten.

Immer noch wird Marketing zu wenig ganzheitlich in Unternehmen gedacht.  Es wird nicht abteilungsübergreifend gehandelt. Content Marketing geistert als Keyword durch die Branchenmedien und wird oft nur mühsam mit Leben gefüllt. In so manchen Unternehmen kümmern sich Azubis oder Praktikanten um die Pflege des Facebook-Kanals. Irgendwie dabei sein ist alles, es reicht, zum Wochenbeginn einen lustigen #Montag-Post zu sharen, um mitzuspielen. Schließlich geht es ja eigentlich um das Produkt und dessen Qualität. Marketing wird oftmals zum Beiwerk deklariert nach dem Motto: Kostet viel, bringt aber defacto nichts ein. Das ist ein Irrtum.

Es mag hart sein, aber Marken müssen sich von dem Gedanken lösen, dass Sie mit den Punkten Tradition, Qualität oder Made in Germany alleine Ihre Zielgruppe ausweiten können. Auf errungenen Lorbeeren kann sich niemand ausruhen. Dafür ist der Markt zu pulsierend und schnelllebig.

Was zählt, ist die Definition eines Markenkerns, einer Marken DNA, und die konsequente Kommunikation dieser Inhalte im Netz. Die Marke muss zum Kunden kommen und Ihn mit gutem Content und auf Ihn abgestimmter Leistung überzeugen. Das heißt auch, dass das Marketing über die Zukunft von Marken entscheidet. Aber, diese Bedeutung scheint vielfach noch nicht wirklich gelebt und verstanden zu werden. Besonders nationale Unternehmen hadern mit Ihren Marketing-Aktivitäten oder agieren ohne Strategie.

Die Basis? Big Data und die Strategie

Eine Strategie, die auf einer gründlichen Analyse der Zielgruppe, auf Big Data, basiert, ist das Fundament. Gute Mitarbeiter und der Wille, ins Marketing und in den Kundendialog zu investieren und sich von alten Mustern zu lösen, gehören zu einer erfolgreichen Maßnahme dazu. Das heißt auch, dass Marketers sich gerade in Zukunft flexibel auftstellen und Tools und Kanäle sichten müssen. Denn das Internet wandelt sich. Visuals und Videos werden immer wichtiger, mit Ihnen steigt die Bedeutung von darauf ausgelegten Kanälen wie Pinterest, Instagram oder Youtube. Facebook wird zum Kanal, auf dem User fremden Content vielfach kuratieren. Persönliche Inhalte wandern dafür verstärkt in Messengerdienste oder Foren ab. Wir erleben einen Rückzug in die privaten Räume, die das Internet bieten kann. Messenger sind geschlossene Bereiche im Netz, sie geben Usern die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Communities mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Internet und die Socials sind  mehr als eine Ansammlung von Websites. Es hat unser aller Kommunikationsverhalten von Grund aus revolutioniert. 

Strategisches Marketing und Dialog – Motor für den Erfolg

Viele Entwicklungen und neue Möglichkeiten der Markenpräsentation entstehen im WWW. Denken wir an Influencer- oder an Engagement Marketing, um nur zwei Trends zu nennen. Sicher ist, dass der digitale Wandel unaufhaltsam voranschreiten wird. Mit ihm gewinnt das Marketing zunehmend an Bedeutung. Es geht um den Kundendialog, es geht um die Positionierung auf einem wachsenden, globalen und umtriebigen Markt.  Marketing ist in diesem Prozeß nicht nur Katalysator. Es ist schlicht und einfach der Motor für den wirtschaftlichen Erfolg. Marketing steht für den Dialog. Und genau darum geht es: um Kommunikation auf allen Kanälen. 

 

Speichern Abbrechen
  • 0
    Unfassbar
  • 0
    Her damit
  • 0
    Ganz nett
  • 0
    Naja
  • 0
    No way
Kommentieren

Dateianhänge
    😄
    Ähnliche Artikel

    Marketingstrategien in Zeiten der Google- & Facebook-Monopole (die “GoFaMos”)

    Facebook und Google beherrschen die digitalen Werbestrategien und das auf absehbare Zeit. Dies ist einerseits tröstlich, weil damit allen die... mehr

    Hoch im Karma-Kurs: Wer gut reagiert, gewinnt.

    Es war eine kleine Sensation im Lebensmittelhandel: Lidl belegte beim Kundenmonitor 2016 den ersten Platz und konnte damit zum ersten Mal den... mehr

    5 Grundlagen für gutes Community-Building

    Ich treffe in letzter Zeit immer wieder Manager und Marketing-Experten, die sich für Ihr Betätigungsfeld oder Ihre Marke eine Community wünschen.... mehr

    38 verblüffende Statistiken zu User Generated Content.

    Marketingtrends kommen und gehen. Dabei entsteht in der Entscheideretage oft das Gefühl, ja geradezu ein gewisser Druck, seine Marketingstrategien... mehr

    Wie der "Like-Button" das Internet ruinierte

    Ich schreibe seit zwanzig Jahren in das Internet, seit 2004 in Blogs. Damals (tm), so sagen meine Altersgenossen, habe man noch differenziert... mehr